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"Kleiner Vogel Greif" - so ist der Titel des Buches, dass der Naturbeobachter und Fotograf Karl Stülcken 1958 über seine Beobachtungen und Erlebnisse am Sperberhorst schrieb und im Batmann-Verlag, Frechen / Köln veröffentlichte. Auch wenn Karl Stülken bereits lange verstorben ist, in seinen Erzählungen lebt er für uns weiter. Im Andenken an ihn widmen wir ihm diese Serie, haben wir ihm doch viel zu verdanken und viel von ihm über das Leben und Verhalten der Sperber am Horst gelernt.
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"Kleiner Vogel Greif" - so ist der Titel des Buches, dass der Naturbeobachter und Fotograf Karl Stülcken 1958 über seine Beobachtungen und Erlebnisse am Sperberhorst schrieb und im Batmann-Verlag, Frechen / Köln veröffentlichte. Auch wenn Karl Stülken bereits lange verstorben ist, in seinen Erzählungen lebt er für uns weiter. Im Andenken an ihn widmen wir ihm diese Serie, haben wir ihm doch viel zu verdanken und viel von ihm über das Leben und Verhalten der Sperber am Horst gelernt.

Eigentlich war das Jahr für uns ganz anders geplant. Wir hatten einige Vorhaben im Kopf, die wir in den vergangenen Jahren vernachlässigten. Unter anderem sollte es in diesem Jahr endlich auch mal wieder in einen längeren Urlaub gehen. Und dann kamen die Sperber...

Gemeinsam mit einem guten Freund und Greifvogelkenner sind wir seit Jahren auf der Suche nach einem Sperberhorst, an dem wir beobachten und fotografieren können. Was in den vergangenen Jahren nicht gelang, klappte in diesem Jahr gleich doppelt. Von etwa Anfang Mai, als die Sperber noch mit dem Bau ihrer Horste beschäftigt waren, bis zum erfolgreichen Ausflug des letzten Jungvogels Mitte Juli hatten wir Gelegenheit, intensiv das geheimnisvolle Leben der Sperber zu erleben und zu begleiten. In dieser Zeit ist es uns durch nahezu tägliche Besuche gelungen, eine gewisse Gewöhnung der Vögel an unsere Anwesenheit zu erreichen. Zu keinem Zeitpunkt war die Brut oder der Aufwuchs der Jungvögel gefährdet, sonst hätten wir unser Projekt sicher sofort abgebrochen. Unseren Urlaub haben wir irgendwann abgehakt und auch vieles andere geriet über die Sperber in Vergessenheit.

Die Zeit bei den Sperbern war anstrengend, es gab Höhen und Tiefen. Wir haben in diesem Jahr kaum etwas anderes fotografiert, aber auch im Nachhinein möchten wir keinen Tag missen. An dieser Stelle auch noch einmal ganz besonderen Dank an den guten Freund, der uns maßgeblich half, das Projekt anzupacken und umzusetzen und der uns stets mit Rat und Tat (und vor allem reichlich Fachwissen) zur Seite stand!

Abwechselung ergab sich dadurch, dass der eine Horst in einem Laubwald gelegen war, während der zweite Horst in einem dichten Fichtenbestand lag. Dieser erste Eintrag wird zunächst ausschließlich das Geschehen im und am Laubwaldhorst dokumentieren. Dem Fichtenhorst werden wir in Kürze einen zweiten Themeneintrag widmen.

Unsere Aufnahmenreihe hat in erster Linie dokumentarischen Anspruch und soll einen natürlichen Einblick in das geheimnisvolle Leben der Sperber geben. Fotografische Ansprüche wie eine besondere Lichtführung oder Freistellung standen eher im Hintergrund, da diese ohne gravierende Störungen am Horst auch nicht zu realisieren wären. Wir sind stolz darauf, dass an beiden intensiv beobachteten Horsten der Bruterfolg hoch war und alle Jungvögel - bis auf ein Hagelschlagopfer - erfolgreich ausgeflogen sind.
50 Einträge von 70. Seite 1 von 2.
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